Über uns

Wir sind ein Kollektiv von JournalistInnen mit Flucht- und Migrationsgeschichte.

Woher kommt ihr?

Perspective Collective kommt vom Wunsch, unterrepräsentierte Stimmen und Perspektiven in deutsche Medien einzubringen. Wir haben uns vor zwei Jahren im Mentoringprogramm der Neuen deutschen Medienmacher kennengelernt. Mehr als 20% der Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund – unter Journalist*innen nur 2-3%. Wir wollen das ändern!

Ich meine, woher kommt ihr wirklich?

Aus Deutschland (Cem, Thuy-An, Zsaklin), Bosnien (Melina), Iran (Omid) und Syrien (Tarek).

Ihr sprecht aber gut Deutsch…

Kann passieren, wenn man jahrelang hier lebt oder sogar hier geboren ist.
Außerdem sprechen wir Arabisch, Aserbaidschanisch, Bosnisch, Englisch, Farsi, Französisch, Spanisch, Türkisch, Ungarisch und Vietnamesisch.

Ihr nehmt uns die Jobs weg!

Gerne! Und meistens kriegen wir sogar Anfragen, also bekommen wir die Jobs geschenkt, statt sie selbst zu klauen. Schön, ne? Wenn uns jemand den Jobklau erleichtern möchte, mehr Infos hier. 

Melina Borčak

Als muslimische, linksversiffte, genderwahnsinnige Asyltouristin islamisiere ich die Lügenpresse, u.a. CNN, RBB, Deutsche Welle und Spiegel Online. Ich bin als Kriegsflüchtling im gemütlichsten Container Deutschlands aufgewachsen bis ich in ein Land weggeschoben wurde, das ich gar nicht kannte - Bosnien. In den Ruinen Sarajevos studierte ich Journalistik und füllte meine Adrenalinsucht durch abenteuerliche Auslandsaufenthalte im exotischen Bonn, Berlin und Potsdam - bei DW, im Bundestag und der EMS Journalistenschule. Trotz erflogreicher Karriere in bosnischen Medien zog mich mein Herz 2015, nach fast 20 Jahren in Bosnien, wieder nach Deutschland. Ob TV, Print, Radio, Dokus: ich klaue alle Jobs, mit acht Jahren journalistischer Erfahrung. Brandneu bei Twitter @MelinaBorcak

Cem Bozdoğan

Ich bin im Münsterland geboren und aufgewachsen. Nach meinem Bachelor-Studium in Düsseldorf arbeitete ich für verschiedene Print- und Rundfunkanstalten, u.a. Correctiv, Der Freitag und Taz. Ich interessiere mich für Minderheiten im Mittleren Osten, für Migration und Diaspora sowie Rechtspopulismus. Weiße privilegierte mit mangelnder Selbstreflexion haben mich radikalisiert, meine westfälische Höflichkeit habe ich dennoch behalten. Derzeit befinde ich mich für mein Masterstudium in London.
Ich bin Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und Teil des Programms "Medienvielfalt, anders."

Tarek Khello

Ich studierte in Damaskus Journalistik und begann 2007 als freier Journalist für arabische Zeitungen und Online-Portale zu arbeiten.
Weil ich Assads Regime kritisierte, wurde ich mehrfach vom syrischen Geheimdienst verhaftet und musste in den Libanon fliehen. Ich lebe seit Ende 2013 in Deutschland.
Seit 2016 drehe ich Filme für die ARD und investigative Fernsehbeiträge für politische Magazine im MDR und WDR. Zusätzlich schreibe ich für den Tagesspiegel und Spiegel Online.
Ich bin Preisträger des Axel-Springer-Preises und habe als überzeugter Investigativjournalist viele faszinierende Geschichten miterlebt.

Zsaklin Diana Macumba

In Ungarn erblickte ich das Licht der Welt und kam dann im Alter von zehn Jahren nach Deutschland. Ich studierte in Marburg und Wien. Meinen Erasmus-Aufenthalt absolvierte ich so weit wie möglich vom europäischen Festland - im Indischen Ozean, auf der französischen Insel La Réunion. Meine Schwerpunkte sind Internationale Politik und Kultur. Redaktionelle Erfahrungen sammelte ich bei der Kulturzeit (ZDF/3Sat), ORF, CNN International und Radio Stimme. Zur Zeit schreibe ich u.a. für ZEIT Online und das österreichische Politikmagazin Datum. Seit Oktober 2018 besuche ich die Deutsche Journalistenschule in München.

Thuy-An Nguyen

Wurzeln schlagen? Nicht mein Ding! Ich komme aus einer kleinen Stadt in Ostwestfalen oder zumindest kam ich da auf die Welt. Schnell, im Alter von 2 Jahren, zog es mich tief in den Westen ins Ruhrgebiet, dort wuchs ich auf und schnupperte erstmals lokaljournalistische Luft bei den Ruhr Nachrichten. Im Studium ging ich erst nach Düsseldorf, dann nach Köln. Ich arbeitete für die Westdeutsche Zeitung, hospitierte beim WDR, Deutschlandfunk und sprang auch mal nach Brüssel zur Deutschen Welle. Momentan hat es mich für mein Volontariat bei der Funke Mediengruppe (WAZ) zurück ins Ruhrgebiet verschlagen.

Omid Rezaee

Jahrgang 1989 in einer Kleinstadt im Iran. Studierte Maschinenbau, aber hatte den Traum des Journalismus schon als Schüler, als ich mit einem Schulmagazin angefangen habe. An der Uni war ich Chefredakteur eines Unimagazines, das wegen kritischer Berichterstattung verboten wurde, woraufhin ich im Gefängnis gelandet bin. 2012 verließ ich den Iran, habe zwei Jahre aus dem Irak über die Region und den Krieg gegen den IS berichtet. Ende 2014 bin ich nach Deutschland gekommen, habe die Sprache gelernt und dann mit meiner Arbeit für deutsche Medien angefangen. Jetzt mache ich Text- und Videobeiträge und Podcasts für Exil-iranische und deutsche Medien, sowie für britische (BBC Farsi).

Referenzen

Tschüss, 'đenja, güle güle, tạm biệt, búcsú, خداحافظ und وداعا